Leiberger Wunder-Brieftaube bei Olympiade in Polen - Lena von der Becke

Leiberger Wunder-Brieftaube bei Olympiade in Polen von Lena von der Becke

Sonntag, 7. Juli 2019

Leiberger Wunder-Brieftaube bei Olympiade in Polen


Heinz und Michael Schlucker züchten Meister-Brieftaube

 


 
Bad Wünnenberg. Mit Teilnahme an der Brieftauben-Olympiade in Posen (Polen) ging für die Schlaggemeinschaft der RV Eggegebirge (RegV 258 Egge Weser) Heinz (72) und Michael (46) Schlucker aus Leiberg der Traum aller Brieftaubenzüchter in Erfüllung. Mit dem „Rennpferd des kleinen Mannes“ vertrat das Vater-Sohn Gespann mit ihrem dreijährigen Vogel, der die Nummer „71“ und den Namen „Olympic Seven One“ trägt, die deutschen Brieftaubenzüchter auf einer der wohl bedeutendsten Veranstaltungen des Brieftaubensports. Um sich  als einer der Vertreter für über 30 000 deutsche Züchter zu qualifizieren, musste „Olympic Seven One“ eine beachtliche Leistung nachweisen. Der willensstarke Vogel wurde durch den Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. für die Kategorie „H“ nominiert, in der die besten Brieftauben, mit 6 Preisen bei über 300 km Wettflügen und eine Mindestanzahl von 1800 Preis-km erreichten, gegeneinander an.

Drei Mal trat „Olympic Seven One“, welcher bereits in 2017 29. AS-Vogel auf Bundesebene wurde, gegen 3313, 2899 und 2741 andere Brieftauben bei einem Wettflug ab Rastatt (ca. 300 km) an und belegte die Plätze 4, 17 und 18. Zwei weitere Male nahm er den Heimweg ab Freiburg (ca. 400 km) gegen 2538 und 2007 Brieftauben auf sich und belegte jeweils den zweiten Platz. Auch ab Achern (322 km) war der junge Vogel aus Leiberg nicht zu stoppen. Gegen insgesamt 1591 Konkurrenten belegte er ebenfalls den zweiten Platz. Somit war sein Punktekonto für die Teilnahme an der Olympiade schnell gefüllt. „Olympic Seven One“ wurde, wie auch alle anderen Reisetauben, aus einem Schlag über der Garage gereist. Zu erwähnen ist, dass alle Reiseschläge der Alttauben ohne Volieren ausgestattet sind. Heute sitzt der Wunder-Vogel in einem offenen, geräumigen Zuchtschlag.


Unter den angetretenen deutschen Züchtern auf der Olympiade sicherte sich die Wunder-Taube durch ihre spitzen Ergebnisse den zweiten Platz. Innerhalb der Kategorie „H“ und somit gegen über 50 Züchter unter anderem aus Polen, Belgien, Holland, Rumänien, Portugal, Slowenien oder Groß Britannien erreichte „Olympic Seven One“ einen beachtlichen 16. Platz. „Wir hoffen, dass dieses Ausnahmetalent uns in der Zukunft gute Nachzuchten bringt und wir weiterhin viel Spaß mit ihm haben werden“, so das Dou.
Bereits als Jungtier sicherte sich der Vogel jede Woche seinen Preis und beendete die Jungtierreise in 2016 mit 6/6 Preisen. Auch Jährig zeigte der gehämmerte Vogel seinen starken Flügel; 4., 6., 7., 17., 27., 31., 42. und 70. Konkurs unter den ersten 100 Tauben bei 12 verschiedenen Flügen. Insgesamt erzielte er 11/12 Preise. 2018 setzte das Flug-Ass ein weiteres Reisejahr hinterher, an das sich die beiden Sportfreunde gerne zurück erinnern. Von 13 Flügeln wurden 12 Preise erzielt, davon drei Mal der zweite Konkurs, gefolgt von den Plätzen 4, 8, 10, 13, 18, 26, 29, 63 und 227. „Olympic Seven One“ erreichte innerhalb der RV 1061,09 AS Punkte.
Die Basis des Zuchtschlages bildet die Holländer-Linie von Jan de Kroon. In 2007 wechselten 8 Jungtauben zur Schlaggemeinschaft Schlucker, welche sich als echter Glückgriff erwiesen. Mit „Kroonjuwel“ wechselte eine Ausnahmetäubin den Schlag von Holland nach Leiberg, wie es sie wohl nur selten gibt. „NL07-2054944“ wurde auf 32 Flügen gesetzt und errang 32 Preise. Damit war der Grundstein für eine erfolgreiche Zucht gelegt. Auch der Holländer „958“ flog ab jähriger Vogel jedes Jahr zweistellig. Er ist wiederum Großvater der bekannten „Paloma“ von Heinz und Michael, welche  4 x den ersten Konkurs errang. So reiht sich auch der „71“ in die Erfolgsgeschichte der Holländer Familie ein. Denn er ist eine Nachzucht aus Sohn „Holländer 958“ gepaart mit einer Tochter der „Kroonjuwel“.

Für die Zukunft wünsche ich den beiden Sportfreunden weiterhin viele Erfolgsgeschichten mit Ausnahmetalenten.

© Lena von der Becke
 
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